«Als Kind wollte ich
Elektrikerin werden.»
Nützliche Expertentipps für Ihre Jobsuche
Verlassen Sie sich nicht auf Ihr Glück, wenn Sie eine Stelle suchen. Je professioneller Sie sich bewerben, desto bessere Karten haben Sie auf dem Stellenmarkt. Lesen Sie unsere Tipps & Tricks und entdecken Sie, wie Sie sich richtig gut präsentieren können.
Das Vorstellungsgespräch
Geschafft! Ihre Bewerbungsunterlagen haben überzeugt, und Sie werden zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Jetzt ist es entscheidend, dass Sie sich gut auf das Gespräch vorbereiten.
Machen Sie sich zunächst ein aussagekräftiges Bild von der Firma: Besuchen Sie deren Homepage, verlangen Sie wenn möglich von Ihrem Personalberater Unterlagen, das Stellenprofil und die Firmendokumentation. Fragen Sie Bekannte und Freunde, die das Unternehmen kennen. Verschaffen Sie sich so einen Einblick in das Unternehmen. Im Weiteren sollten Sie Ihre Antworten auf mögliche Fragen vorbereiten, die Ihnen gestellt werden können:
- Warum interessieren Sie sich gerade für diese Position?
- Was wissen Sie bereits über unser Unternehmen?
- Warum möchten Sie für unsere Firma arbeiten?
- Warum verlassen Sie Ihre derzeitige Stelle?
- Welches sind Ihre Stärken und Ihre Schwächen?
- Was war Ihr grösster Erfolg/Misserfolg?
- Welche Rolle spielen Sie in einem Team?
- Welches sind Ihre persönlichen Ziele?
- Warum sollten wir Sie für diese Stelle in Betracht ziehen?
- Welchen Mehrwert bringen Sie unserem Unternehmen?
- Wo sehen Sie sich in fünf, respektive zehn Jahren?
- Welches sind Ihre Salärvorstellungen (Bruttojahressalär, Bonus getrennt erwähnen)?
- Wann können Sie die Stelle antreten?
Recherchieren Sie sorgfältig
Überlegen Sie sich auch, was Sie über die ausgeschriebene Stelle wissen wollen und bereiten Sie entsprechende Fragen vor. So sollten Sie erfahren, weshalb die Stelle frei wird, was Ihre Rolle in der Abteilung ist, was die Aufgaben des Teams sind, wie sich das Team zusammensetzt und welche persönlichen Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten sich Ihnen bieten. Und: Werden externe Weiterbildung unterstützt – wenn ja, in welcher Form?
So verhalten Sie sich im Gespräch korrekt
In einem ersten Gespräch geht es darum herauszufinden, ob Ihnen das Umfeld und die Tätigkeit grundsätzlich zusagen, und ob sich der Arbeitgeber eine Zusammenarbeit mit Ihnen vorstellen kann. Details wie Lohn, Ferien, Parkplatz usw. sollten nur ein Thema sein, wenn Sie darauf angesprochen werden. Stellen Sie sicher, dass das weitere Vorgehen nach dem Interview geregelt ist: Wer meldet sich wann und wie.
Es versteht sich von selbst, dass Sie pünktlich zum Vorstellungsgespräch erscheinen sollten. Planen Sie genügend Zeit ein, damit Sie nicht gestresst und verschwitzt wirken. Versuchen Sie, vor dem Gespräch ein paar Meter an der frischen Luft zu gehen und sich auf das bevorstehende Meeting zu konzentrieren. Stellen Sie sicher, dass Ihr Handy ausgeschaltet ist. Geben Sie sich während des Gesprächs natürlich, lassen Sie Ihr Gegenüber ausreden und beantworten Sie die Fragen klar und präzise. Wenn Sie Negatives aus Ihrer derzeitigen Tätigkeit oder aus dem Umfeld erwähnen, so bleiben Sie diplomatisch und erzählen nur, was Sie auch erzählen dürfen. Sie verschaffen sich – wenn überhaupt – nur kurzfristig einen Vorteil, wenn Sie Interna preisgeben.
Selbstverständlich sollte sich auch Ihr Äusseres von der «Sonnenseite» her präsentieren. Kleiden Sie sich der Stelle entsprechend gepflegt. Nehmen Sie während des Gesprächs eine aufrechte Haltung ein, konzentrieren Sie sich auf Ihren Gesprächspartner und bleiben Sie aufmerksam. Halten Sie den Blickkontakt mit dem Interviewer und achten Sie auf eine angenehme Stimm-Modulation: nicht zu laut, aber auch nicht zu leise.
Verabschieden Sie sich höflich, bestätigen Sie den Verbleib, nennen Sie Ihren Gesprächspartner nochmals bei seinem Namen.
Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen!
Tipps für die Laufbahnplanung
Sie möchten nicht stehen bleiben. Oder brauchen einfach mal eine Luftveränderung. Ein Stellenwechsel oder sogar ein Branchenwechsel will gut geplant sein. Nehmen Sie sich zunächst Zeit für eine Standortbestimmung.
Eine Standortbestimmung hilft Ihnen, alle Punkte zusammenzustellen, die für die Planung der weiteren Laufbahn wichtig sind. Wenn Sie das eigene Kapital möglichst optimal einsetzen und die Pläne zielsicher angehen wollen, empfiehlt sich eine systematische Vorgehensweise.
Planen Sie Ihre Laufbahn
Erstellen Sie eine Liste mit Ihren Stärken und Interessen. Überlegen Sie sich, wo ihre Interessen liegen, welche Ausbildungen Sie abgeschlossen haben und was für Berufserfahrungen Sie mitbringen. Welche Kompetenzen und Erfahrungen haben Sie erworben? Im Weiteren ist es wichtig zu wissen, wie viel Gewicht Sie Ihrer beruflichen Karriere beimessen, wie wichtig Ihnen ein gutes Einkommen und berufliches Prestige neben Familie und Freizeit ist. Überlegen Sie sich, welche persönlichen Werte und Ziele für Sie zentral sind und wo Sie in nächster Zukunft Akzente setzen möchten: Wie viel Energie und Zeit stelle ich Beruf und Arbeit zur Verfügung? Wie wichtig sind mir Freizeit und Familie? Welche Lebensziele verfolge ich? Was ist für mich der Sinn von Arbeit und Beruf? Für die Laufbahngestaltung ist es wichtig, dass die Pläne nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten Umfeld kommuniziert werden. Wie verbinde ich meine Karrierewünsche und meine Familienpläne? Kann ich eventuell auch Teilzeit arbeiten? Ist ein temporärer Ausstieg aus dem Beruf denkbar – und wie stehen die Chancen für einen Wiedereinstieg? Eine Doppelbelastung aus Familie und Beruf sowie allenfalls Weiterbildung muss zum Voraus eingeplant werden. Wollen Sie in Ihrem Berufsfeld bleiben oder einen Wechsel vornehmen?
Mehrere Wege führen zum Ziel
Informieren Sie sich sorgfältig, ehe Sie vermeintlich unmöglich scheinende Lösungen verwerfen. Vergleichen Sie verschiedene Ausbildungswege und -möglichkeiten. In eine länger dauernde Weiterbildung einzusteigen oder den Beruf zu wechseln, braucht Vorbereitungszeit. Dabei sind folgende Punkte zu beachten. Kosten: Es muss nicht nur das Schulgeld berücksichtigt werden. Lohnausfall, Schulmaterial, Reise- und Prüfungskosten müssen auch einberechnet werden. Zeit: Ob Sie sich für eine Vollzeit- oder eine berufsbegleitende Ausbildung entscheiden – beides wird auf Ihr Zeitmanagement einen Einfluss haben. Aufnahmeverfahren: Gewisse Weiterbildungen haben ein Aufnahmeverfahren mit Eintrittstest, gewisse Diplome müssen vorhanden sein, Vorkurse müssen besucht werden. Anmeldefristen: Es gibt Institutionen, die lange Anmeldefristen und Wartelisten von Interessentinnen und Interessenten haben. Eine professionelle und seriöse Personalberatung steht Ihnen bei Ihrer Planung gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen!
Wiedereinstieg in das Berufsleben
Ob nach einem Sabbatical oder nach einer Kinderpause – irgendwann ist die Zeit reif für den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Planen Sie Ihre Rückkehr ins Berufsleben sorgfältig – und der Wiedereinstieg wird Ihnen gelingen.
Um die Rückkehr ins Berufsleben erfolgreich zu gestalten, sind einige sorgfältig geplante Schritte erforderlich. Es ist wichtig, die Angehörigen in diesen Prozess zu involvieren, zusammen zu diskutieren und alle zu beteiligen, so dass der Start gelingt.
Überlegen Sie sich primär diese Punkte:
- Wie viel Prozent möchten/können Sie arbeiten?
- Wie viel Prozent möchte/kann Ihr Partner oder Ihre Partnerin arbeiten?
- Wie viel Prozent müssen Sie gemeinsam arbeiten, damit es finanziell reicht?
- Wie möchten Sie die Kinderbetreuung organisieren?
- Welche Betreuungsform kommt für Sie in Frage: Tagesmutter, Krippe, Grosseltern oder Nachbarin?
- Wer kümmert sich zu Hause um welche Arbeiten?
- Wer kann einspringen, wenn das Kind krank ist?
Standortbestimmung – diese Fragen zählen:
Kann und will ich im ursprünglichen Beruf weiterarbeiten oder möchte ich bzw. muss ich mich verändern? Was bringe ich mit? Neben den schulischen und beruflichen Erfahrungen sind auch die nebenberuflichen Tätigkeiten (Familienarbeit, Vereinstätigkeit, politisches Engagement) sowie Weiterbildungen und Kurse von Belang. Über welche Stärken verfüge ich, wie und wo kann ich diese einsetzen? Eltern müssen sich nach der Kinderpause zuerst einmal der Vielzahl ihrer Kompetenzen bewusst werden, ihr Potential wahrnehmen und nutzen. Eine breit abgestützte Selbsteinschätzung ist der beste Weg zu mehr Chancengleichheit. Es gehört dazu, in dieser Zeit die eigene Person zu reflektieren. Dies gilt auch für all jene, die sich eine berufliche Auszeit gönnen. So erhalten Sie Klarheit darüber, wo Sie sich bewerben könnten.
Massnahmen ableiten:
Vielleicht ist es notwendig, die Sprachkenntnisse aufzufrischen und die PC-Kenntnisse zu vertiefen. Oder das Spezialwissen wieder à jour zu bringen, z. B. als Sozialversicherungsfachfrau oder als Fachmann im Finance-Umfeld. Es gibt unterschiedlichste Kurse, die den Wiedereinstieg thematisieren. Mittlerweile werden diese auch für Akademikerinnen angeboten. Der Gedankenaustausch mit Freunden und Bekannten, mit einer Berufs- und/oder Personalberatung oder die Inanspruchnahme einer professionellen Laufbahnberatung gibt Ihnen wertvolle Anstösse. Ebenso kann ein Coaching sinnvoll sein, um Ängste abzubauen und sich Ihrer Stärken bewusst zu sein und zu werden. Eine vorteilhafte Präsentation der eigenen Qualifikation und eine gute Auswahl der persönlichen Stärken und Kompetenzen haben eine positive Wirkung. Betreiben Sie Networking!
Chancen identifizieren:
Es ist sicherlich schwierig, Stellen mit einem Pensum von weniger als 50 Prozent zu finden. Der erfolgreiche Wiedereinstieg hängt zu einem grossen Teil auch von der wirtschaftlichen Situation in unserem Land und der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt ab. Immer mehr Unternehmen setzen jedoch auf Teilzeitmitarbeiter, auch im Fach- und Führungsbereich. Unternehmen profitieren dabei von breiteren Auswahlmöglichkeiten auf dem Arbeitsmarkt. Zudem zeichnen sie sich als moderne und zukunftsorientierte Arbeitgeber aus. Der dadurch erzielte Imagegewinn erleichtert die Rekrutierung von Mitarbeitenden für anspruchsvolle Stellen. Vermehrt schätzen Unternehmen die speziellen Fähigkeiten und Kompetenzen von «familienerprobten Mitarbeitenden», und sie schaffen und erhalten gezielt familientaugliche Arbeitsplätze.
Wir wünschen Ihnen gutes Gelingen!

Sascha Glaus
Haben Sie Fragen?
Ich bin für Sie da und berate Sie gerne.
Tel 055 640 70 10
s.*****@***********al.ch
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